20. August 2010

Tagesbericht verfasst um 21:30 Uhr in Asbyrgi, Island
( Standort bei Google Maps einblenden / ausblenden )

 

Vom Regen in die Regenbogen-Show


Heute war ich erst etwas frustriert: so viele Tage abgewettert (warten auf besseres Wetter) wie in den letzten zehn Tagen hatte ich noch nie. Zudem traf es nun den sonst eher trockenen Norden und Nordosten. Und was sagt der Wetterbericht? Für die nächsten fünf Tage bedeckt oder Nieselregen oder ordentlich Regen und das bei rund sieben(!) Grad. Zusammen mit dem Nordwind und der Feuchtigkeit sind das gefühlte null Grad. Dummerweise sah ich mir heute noch den Wetterbericht von zu Hause an: 27 Grad und Sonne.
Jedoch hatte mir Island in der Vergangenheit für diese Unannehmlichkeiten immer etwas besonderes geschenkt. Irgendeine Überraschung, welche ich zu Hause nie erlebt hätte. Oft eine Kleinigkeit, etwas schönes, meist unvergessliches. Das war auf dieser Reise noch nicht so. Ich hatte auch nicht darauf gewartet oder gar damit gerechnet. Aber heute war es dennoch soweit...

 
 
 
 
 
 

Am Godafoss (Bild ganz oben) war es immerhin für kurze Zeit trocken. Natürlich machte ich dann das Foto. Eigentlich wollte ich zum Myvatn aber der Wetterbericht sagte für Husavik am Nachmittag trockene Stellen voraus. Als die Walsafari-Schiffe nach 16 Uhr zurückkehrten, gab es sogar einen Sonnenspot.

 
 
 
 

Noch wusste ich nicht, dass der beste Teil des Tages noch vor mir lag. Es war schon nach 17 Uhr. Weitere Sonnenspots und Regenwolken, welche für kurze Zeit einen feinen Gischt-Regen verteilten. Im Gegenlicht sah dies dramatisch aus.

 
 
 
 

Vor mir war die Strasse noch nass vom letzten Niederschlag, und die 'blauen Störungen' wurden für kurze Zeit mehr. Das sah einladend aus und so fuhr ich weiter in Richtung Asbyrgi. Eigentlich wollte ich ja in Husavik übernachten.

 
 
 
 

Über dem Öxarfjördur und landeinwärts bot sich dann ein besonderes Schauspiel: an mehreren Orten entluden Wolken ihren feinen Regen. Zeitweise sah ich an drei Stellen gleichzeitig einen Regenbogen. Meist gingen die Bogen nicht durch, sondern waren lokal unter der Regenwolke. Und zwischendurch baute sich dann auch wieder ein ganzer Bogen auf.

 
 
 
 

Eine Regenfront zog nahe vorbei und die Sonne schien abends um sieben Uhr tief und dazu sehr grell hinein. Unter der wandernden Wolke hielt sich der Regenbogen fast eine halbe Stunde! Zudem habe ich noch nie so deutlich die Farbe grün in einem Regenbogen gesehen. Auch waren sehr viele Nuancen des gesamten Farbspektrums zu erkennen.

Hinweis: das Bild ist nicht etwa farb-übersättigt; siehe Landschaft unten. Es war auch kein Polfilter im Einsatz. Das Foto kommt der Realität ziemlich nahe.

 
 
 
 



Am einen Ende der Landschaft ging ein Regenbogen aus - Ersatz war an anderer Stelle schnell vorhanden...