20. August

(Details auf der Südislandkarte)
 
Oase!

Ich bin bestimmt kein Frühaufsteher und Frühstück brauch ich eigentlich auch keines. Hingegen erwachte ich heute vor 6 Uhr morgens und war dazu noch fit und hatte Lust auf Frühstück... Es muss Petrus persönlich gewesen sein, der mich geweckt hat.

Natürlich wollte ich Skaftafell endlich im Sonnenschein erleben, doch dass die isländischen Tage komplett wolkenlos beginnen, ist eher eine Seltenheit.

 
 
 

So machte ich mich um 7 Uhr auf den Weg und das an einem Sonntag! Der Sonntag machte zum wiederholten Male seinem Namen alle Ehre. Prüf es nach, ich war selbst erstaunt beim rumklicken.

Rund um Skaftafell wälzen sich die Gletscher zu Tale (siehe auch
Freitag, der 28. Juli). Skaftafell selbst ist eine grüne Oase in der Trostlosigkeit der Schotterwüsten rund herum. Es wachsen sogar Bäume hier und  das ohne nachzuhelfen und erst noch ziemlich hohe.

 
 
 

Wenn unter dem Gletscher Vatnajökull ein Vulkan ausbricht, so schmilzt dieser eine Unmenge von Eis. Dieses Schmelzwasser sammelt sich, hebt das Gletschereis an und fliesst dann schlagartig ab (Gletscherlauf). Das letzte Mal geschah dies im grossen Ausmass Ende 1996. Damals ergossen sich innerhalb einer Woche rund 2,5 Kubikkilometer (!) Wasser in den Skeidararsandur. Die Dämme im Bild schützen wenigstens ein Teil der Ringstrasse, die Brücken wurden trotzdem weggespült. Die Isländer haben durch dauernde Messungen das Phänomen des Gletscherlaufs bestens im Griff. Es ist in der modernen Zeit kein Mensch deswegen zu Tode gekommen.

Panoramabild vom Skeidararsandur und der Gletscherzunge Skeidararjökull (86kb)

 
 
 

 

Skaftafell ist Nationalpark und was wäre ein Nationalpark ohne einen anständigen isländischen Wasserfall?

Panoramabild von der Arena des Svartifoss (97kb) .

PS: Beim Bild nebenan hätte ich übrigens fast geduscht. (Der Fotoapparat diente als Schirm...) *grins*